Das Konzept zur Neugestaltung

Das Konzept der Wettbewerbssieger WES & Partner und Architekten Poitiers verschafft dem Gesamtkunstwerk aus Binnenalster, Kleiner Alster und Rathausmarkt neue Geltung. Zwischenzeitlich wurde der Entwurf überarbeitet und im Rahmen einer Machbarkeitsstudie auf die Realisierbarkeit hin überprüft und für tragfähig befunden.
Die Neugestaltung des Jungfernstiegs ist in drei Hauptbereichen geplant: Der Straßenraum ist freigestellt und mit einem vergrößerten Fußgängerbereich vor den Fassaden konzipiert. Eine neue Bushaltestelle ermöglicht das Aussteigen zwischen Gänsemarkt und Rathausmarkt. Auf der Wasserseite soll ein Boulevard mit einer dreiachsigen kunstvoll beschnittenen Silberlindenallee entstehen. Eine großzügige tribünenartige Treppenanlage, die die gesamte Breite des Jungfernstiegs einnimmt, schließt sich an und führt bis zum Wasser. Weitere Maßnahmen sind unter anderem: Ein ausgefeiltes künstlerisches Lichtkonzept, das den Schwerpunkt auf sanfte, zurückhaltende Bestrahlung legt, die Neuregelung der Verkehrsführung, eine Verbesserung des Zugangs zu den Colonnaden und der Abriss der bisherigen Pavillons (mit Ausnahme des Alex). An ihrer Stelle ist eine transparente Konstruktion aus Glas und durchscheinendem Gestein geplant.

Die Nahtstelle zwischen Stadt und Wasser, die in der Vergangenheit städtebaulich abgerissen ist, soll so wieder erweckt werden. Barrieren sollen abgebaut und das Wasser sowie der Blick auf die Lombardsbrücke zurückgewonnen werden. Der Jungfernstieg soll wieder zu einer Bühne zum Begegnen und Darstellen werden. Insbesondere ist geplant, die Binnenalster - wie schon zu historischen Zeiten – als eine Art „Amphitheater“ mit schwimmenden temporären Bühnen mitten in der Stadt zu nutzen. Zu diesem Zweck wird der Anleger künftig in Form einer Tribüne zum Wasser hin gestaltet.

 


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